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Bierhefe kaufen - Hefe-Ratgeber: Alles über untergärige & obergärige Bierhefe
Das Herz deines Bieres schlägt im Gäreimer. Die Wahl der Hefe entscheidet über Aroma, Charakter und die perfekte Klärung deines Suds. Wir bieten dir das gesamte Spektrum: von eiskalt präzisen untergärigen Lager-Hefen bis hin zu charakterstarken obergärigen Ale- und Weizenbier-Hefen für dein nächstes Meisterwerk.
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LALLEMAND LalBrew ABBAYE Hefe (11g)
LalBrew Abbaye™ ist eine Bierhefe belgischen Ursprungs. LalBrew Abbaye™ wurde aufgrund seiner Fähigkeit zur Gärung belgischer Biere mit niedrigem bis hohem Alkoholgehalt ausgewählt und erzeugt die für belgische und Trappistenbiere typische Würze und Fruchtigkeit. Bei der Fermentation bei höheren Temperaturen sind typische Geschmacksrichtungen und Aromen wie tropische, würzige und banane Aromen zu verzeichnen. Bei niedrigeren Temperaturen erzeugt LalBrew Abbaye™ dunklere Fruchtaromen und Aromen von Rosinen, Datteln und Feigen. Zu den traditionellen Biersorten, die mit dieser Hefe gebraut werden, gehören unter anderem Belgian White, Belgian Blonde, Belgian Golden, Dubbel, Tripel und Quad.Scheinbarer Vergärungsgrad: 77-83%Sedimentation: Mittel / HochGärtemperatur: 17-25°CDosierung: 50-100g/hl
LALLEMAND LalBrew Nottingham Ale (11g)
LalBrew Nottingham™ ist eine Bierhefe nach englischer Art, die aufgrund ihrer hohen Leistung und Vielseitigkeit ausgewählt wurde. Neutraler Geschmack und konstante Leistung unter verschiedenen Fermentationsbedingungen machen LalBrew Nottingham™ zur idealen Haussorte für die Herstellung einer Vielzahl von Bierstilen. Durch die moderate Expression der Enzyme β-Glucosidase und β-Lyase kann LalBrew Nottingham™ die Biotransformation von Hopfen fördern und den Geschmack und das Aroma des Hopfens hervorheben. LalBrew Nottingham™ ist einer der originalen Heritage-Sorten, die bei der Gründung von Lallemand Brewing im Jahr 1992 aus der Lallemand Yeast Culture Collection ausgewählt wurden. Zu den traditionellen Biersorten, die mit dieser Hefe gebraut werden, gehören unter anderem Pale Ales, Amber, Porters, Stouts und Barleywines. Zusätzlich zu diesen traditionellen Stilen kann LalBrew Nottingham™ unter anderem zur Herstellung von Golden Ale, Kölsch, Lagerbieren, IPA und Imperial Stout verwendet werden. LalBrew Nottingham™ ist stresstolerant und daher eine gute Wahl für hohe Schwerkraft, Säuren, neu startende Gärungen und andere schwierige Gärbedingungen.Scheinbarer Vergärungsgrad: 78-84%Sedimentation: HochGärtemperatur: 10-25°CDosierung: 50-100g/hl
LALLEMAND LalBrew trocken Bierhefe Voss Kveik Ale (11g)
Kveik ist ein norwegisches Wort und bedeutet Hefe. In der norwegischen Bauerntradition wurde Kveik durch trocknen konserviert und von Generation zu Generation weitergegeben. Kveik ist die ursprüngliche, traditionelle Trockenhefe! Der Stamm LalBrew Voss™ wurde von Sigmund Gjernes (Voss, Norwegen) bezogen pflegte diese Kultur seit den 1980er Jahren mit traditionellen Methoden und teilte sie großzügig mit der breiteren Brauereigemeinschaft. LalBrew Voss™ unterstützt einen weiten Bereich von Fermentationstemperaturen zwischen 25 – 40 °C (77 – 104 °F) mit einem sehr hohen optimalen Bereich von 35 – 40 °C (95 – 104 °F). Innerhalb des optimalen Temperaturbereichs werden sehr schnelle Fermentationen erreicht, wobei die vollständige Gärung typischerweise innerhalb von 2–3 Tagen erreicht wird. Das Geschmacksprofil ist über den gesamten Temperaturbereich hinweg gleichbleibend: neutral mit dezent fruchtigen Noten von Orange und Zitrusfrüchten.Scheinbarer Vergärungsgrad: 76-82%Sedimentation: Sehr HochGärtemperatur: 25-40°CDosierung: 50-100g/hl
SAFALE K-97, obergärige Trockenhefe (11,5g)
Deutsche Ale-Hefe mit subtilem Gärungscharakter. Je nach Bedingungen enthüll sie einen blumigen und fruchtigenCharakter. Ideal für delikate Biere wie Kölsch, belgische Wit-Biere und einige Versionen von Session-Bieren. Für starkgehopfte Biere geeignet. Bilden bei der Gärung eine starke und feste Krone.Gesamt-Ester: MittelGesamtgehalt an höheren Alkoholen: MittelScheinbarer Vergärungsgrad: 80-84%Bruchbildung: +Sedimentation: LangsamGärtemperatur: 18-26°CDosierung: 50-80g/hl
SAFALE S-04, obergärige Trockenhefe (11,5g) MHD
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen: 09/2025Englische Ale-Hefe, ausgewählt aufgrund ihres schnellen Gärprofils. Erzeuge ausgewogene fruchtige und blumige Noten. Lässt dank ihrer hohen Bruchbildung klarere Biere entstehen. Ideal für zahlreiche amerikanische und englische Ales – einschließlich stark gehopfter Biere – und besonders für Fassbier und für in zylindro-konischen Tanks vergorene Biere.Gesamt-Ester: NiedrigGesamtgehalt an höheren Alkoholen: MittelScheinbarer Vergärungsgrad: 74-82%Bruchbildung: +Sedimentation: SchnellGärtemperatur: 18-26°CDosierung: 50-80g/hl
SAFALE T-58, obergärige Trockenhefe (11,5g) MHD
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen: 07/2025Spezielle Hefen, ausgewählt aufgrund ihres starken Gärungscharakters und ihrer kräftigen fruchtigen und phenolischen Aromen, besonders von Banane, Nelke und Pfeffer. Eignet sich für zahlreiche Weizenbiere und fruchtig-würzige Sorten. Hefe mit mittlerer Sedimentation: bildet keine Klumpen, sondern eine pulverige Trübung, wenn sie im Bier resuspendiert wird.Gesamt-Ester: HochGesamtgehalt an höheren Alkoholen: MittelScheinbarer Vergärungsgrad: 72-78%Bruchbildung: /Sedimentation: MittelGärtemperatur: 18-26°CDosierung: 50-80g/hl
SAFALE US-05, obergärige Trockenhefe (11,5g)
Amerikanische Ale-Hefe, die neutrale und ausgewogene, reine und spritzige Ales erzeugt. Sie macht einen dichtenSchaum und bleibt gut in der Schwebe während der Fermentation. Ideal für amerikanische und gut gehopfte Biere.Gesamt-Ester: NiedrigGesamtgehalt an höheren Alkoholen: MittelScheinbarer Vergärungsgrad: 78-82%Bruchbildung: +/-Sedimentation: MittelGärtemperatur: 18-26°CDosierung: 50-80g/hl
SAFALE WB-06, obergärige Trockenhefe (11,5g)
Fruchtig und phenolisch im Charakter, je nach Gärungsbedingungen. Erzeugt gut vergorene Biere und ist ideal für Biereauf Weizenbasis, z. B. belgische Wit- und deutsche Weizenbiere. Erzeugt typische phenolische Aromen von Weizenbier.Lässt Sie Biere mit einem sehr süffigen Profil brauen, und besitzt eine sehr gute Schwebefähigkeit während der Gärung.Gesamt-Ester: MittelGesamtgehalt an höheren Alkoholen: HochScheinbarer Vergärungsgrad: 86-90%Bruchbildung: /Sedimentation: LangsamGärtemperatur: 18-26°CDosierung: 50-80g/hl
SAFLAGER S-189, untergärige Trockenhefe (11,5g)
Stammt aus der Schweizer Brauerei Hürlimann. Das Profil dieses Lagerbierstamms bringt recht neutrale Biere mit hoherDrinkability hervor. Je nach Bedingungen verleiht er Lagerbieren auffällig grasige und florale Noten.Gesamt-Ester: GeringGesamtgehalt an höheren Alkoholen: GeringScheinbarer Vergärungsgrad: 80-84%Bruchbildung: +Sedimentation: SchnellGärtemperatur: 12-18°CDosierung: 80 bis 120 g/hl für eine Gärung bei 12–18 °C. Bei einer Gärung unter 12°C die Beimpfung auf 200 bis zu 300 g/hl bei 9°C
SAFLAGER S-23, untergärige Trockenhefe (11,5 g)
Untergärige Hefe aus Berlin, empfohlen für die Herstellung fruchtiger und estriger Lagerbiere. Ihr Profil verleiht denBieren einen angenehm langen Abgang.Gesamt-Ester: GeringGesamtgehalt an höheren Alkoholen: GeringScheinbarer Vergärungsgrad: 80-84%Bruchbildung: +Sedimentation: SchnellGärtemperatur: 12-18°CDosierung: 80 bis 120 g/hl für eine Gärung bei 12–18 °C. Bei einer Gärung unter 12°C die Beimpfung auf 200 bis zu 300 g/hl bei 9°C
SAFLAGER W-34/70 untergärige Trockenhefe (11,5g) MHD
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen: 09/2025Dieser berühmte Hefestamm aus Weihenstephan wird in Brauereien auf der ganzen Welt verwendet. SafLagerTM W34/70 sorgt für eine gute Balance zwischen floralen und fruchtigen Aromen und verleiht den Bieren einen reinen Geschmack und viel Süffigkeit.Gesamt-Ester: 37Gesamtgehalt an höheren Alkoholen: 155Scheinbarer Vergärungsgrad: 80-84%Bruchbildung: +Sedimentation: SchnellGärtemperatur: 12-18°CDosierung: 80 bis 120 g/hl für eine Gärung bei 12–18 °C. Bei einer Gärung unter 12°C die Beimpfung auf 200 bis zu 300 g/hl bei 9°C
Was bedeutet eigentlich "untergärig"?
Ein Bier wird als "untergärig" bezeichnet, wenn es mit spezieller untergäriger Hefe gebraut wird. Diese Hefearten benötigen deutlich niedrigere Temperaturen als obergärige Stämme, um ihre volle Arbeit aufzunehmen – typischerweise findet die Gärung in einem kühlen Bereich zwischen 4 und 12 °C statt.
Ihren Namen hat diese Brauweise aufgrund des Verhaltens der Hefe: Nach der Fermentation sinken die Rückstände zum Boden des Gärbehälters ab und bilden dort die sogenannte „Druse“. Historisch gesehen wurde früher vor allem obergärig gebraut, da schlichtweg die Kühlmöglichkeiten fehlten. Erst mit der Erfindung der Kältemaschine setzte sich das untergärige Bier großflächig durch. Die kalten Temperaturen schützen das Bier beim Brauen zudem hervorragend vor Verunreinigungen durch Bakterien oder wilde Pilze.
Typische untergärige Bierstile
Untergärige Hefen gären in der Regel sehr neutral und lassen so den feinen Malz- und Hopfenaromen den Vortritt. Zu den bekanntesten untergärigen Bierstilen gehören:
- Pilsener & Helles: Schlank, süffig und mit einer hohen „Drinkability“.
- Export & Bockbier / Doppelbock: Die kräftigeren und deutlich malzbetonteren Varianten.
- Hybrid-Stile: Moderne Interpretationen wie das California Common oder India Pale Lager (IPL).
Die Gärführung: Kalt und kontrolliert zum Erfolg
Der größte Unterschied zum obergärigen Brauen liegt im Gärverlauf. Die Gärung verläuft untergärig deutlich langsamer und erfordert daher ein präzises Temperaturmanagement.
- Anstellen: Die Hefe sollte möglichst kalt angestellt werden. Die Anstelltemperatur liegt meist unter 10 °C und darf gerne 1 °C unter der eigentlichen Gärtemperatur liegen.
- Hefemenge & Vitalität: Da die Hefe bei Kälte träger ist, benötigst du eine größere Menge an fitter und vitaler Hefe.
- Temperaturkontrolle: Ein umgebauter Kühlschrank mit einer externen Temperatursteuerung (z. B. Inkbird) ist ideal für eine konstante kalte Gärführung.
Obergärig vs. Untergärig: Die richtige Hefe finden
Die Wahl des richtigen Hefestamms ist essenziell für dein Ergebnis. Während untergärigen Hefen (wie der beliebten SafLager W34/70) sehr neutrale Profile nachgesagt werden, bringen obergärige Stämme oft fruchtige Ester und komplexe Aromen ins Glas.
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Fortgeschrittene Techniken
Die Diacetylrast
Gegen Ende der Hauptgärung wird die Temperatur gezielt um etwa 3–6 °C auf ca. 14–18 °C erhöht und für 2 bis 3 Tage gehalten. Durch diese Erwärmung wird die Hefe wieder aktiver und baut Diacetyl ab – ein Nebenprodukt der Gärung, das ansonsten unerwünschte, butterartige Fehlaromen im Lagerbier hinterlassen würde.
Die Druckgärung
Unter einem Druck von etwa 1,0 bar können untergärige Hefen sogar bei höheren Temperaturen (bis zu 20 °C) sauber vergären, ohne ungewünschte Ester zu produzieren. Das Resultat: Das untergärige Bier ist oft schneller fertig, bereits natürlich karbonisiert und konsequent vor Oxidation geschützt.
Umgang mit Trockenhefe
Egal ob ober- oder untergärig: Trockenhefe ist sehr robust. Dennoch lohnt es sich, die Hefe vor der Zugabe in die kalte Würze zu rehydrieren. Wenn du die Hefe einfach auf die kalte Würze streust, können durch den Temperaturschock viele Hefezellen absterben, was die Gärung verzögert. Verwende zum Rehydrieren idealerweise abgekochtes (und wieder abgekühltes) Wasser.
FAQ – Häufige Fragen zu Bierhefe
Untergärige Hefe arbeitet bei niedrigen Temperaturen (4-12 °C) und setzt sich am Ende der Gärung am Boden ab. Obergärige Hefe bevorzugt Wärme (15-25 °C) und steigt oft nach oben. Untergärige Biere (Pils, Lager) schmecken meist cleaner, obergärige (Ale, Weizen) fruchtiger oder würziger.
Beim direkten Aufstreuen auf die kalte Würze können viele Hefezellen durch den osmotischen Schock absterben. Durch das Rehydrieren in lauwarmem Wasser (ca. 25-30 °C) vorab wird die Zellmembran geschmeidig und die Hefe startet deutlich fitter und schneller in die Gärung.
Für obergärige Biere mit normaler Stammwürze reicht meist 1 Päckchen (11,5g). Bei untergärigen Suden (da die Hefe bei Kälte träger ist) oder bei sehr starken Bieren (Bockbier) empfehlen wir die doppelte Menge, also 2 Päckchen, um eine saubere Gärung zu garantieren.
Trockenhefe ist extrem stabil. Im Kühlschrank gelagert hält sie problemlos 2-3 Jahre. Selbst nach Ablauf des MHD ist sie meist noch aktiv, allerdings nimmt die Vitalität langsam ab, weshalb man in diesem Fall die Hefemenge leicht erhöhen sollte.
Für untergärige Hefen liegt das Optimum meist bei 9-12 °C. Obergärige Ales fühlen sich bei 18-21 °C am wohlsten. Beachte immer die Angaben auf der Packung, da jeder Hefestamm ein individuelles Temperaturfenster für das beste Aroma hat.
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